Kurhaus: Treffen der Kandidaten mit Gastronomen und Einzelhändlern

Am Donnerstag, den 5.9.2019 hat Christa Sagawe vom Stadtmarketing Bad Herrenalb zu einem lockeren Meinungsaustausch und Kennenlernen der namentlich bekannten Bürgermeisterkandidaten ins Kurhaus eingeladen. Zahlreiche Gewerbetreibende und Stadträtinnen und -räte sind diesem Aufruf gefolgt, um die Kandidaten kennenzulernen.

Nach einer kurzen Vorstellung der Teilnehmer durch die Gastgeberin schilderten die Gewerbetreibenden die aktuelle Situation und Herausforderungen für ihr jeweiliges Business und die Erwartungen, die sie an den/ die künftige/n Bürgermeister/-in stellen. Als besondere Herausforderung wurde die Parksituation genannt und die wenig kunden- bzw. gastfreundlichen Kontrollen des Ordnungsamtes. Außerdem wurde der Wunsch nach einer besseren Kenntlichmachung oder Ausschilderung des Bereiches rund um den Sägwasenplatz und der dortigen Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe geäußert. Es fehle ein Ganzjahreskonzept, die Wintermonate seien schwierig.

Außerdem wurden die Kandidaten nach Ihren Zielen und Visionen für Bad Herrenalb gefragt.

Marc-Yaron Popper, Bürgermeisterkandidat, sprach sich dafür aus, die Besucherfrequenz zu erhöhen. Der Sägwasenplatz solle verkehrsberuhigt werden („Spielstraße“) und dadurch zum draußen Verweilen einladender werden.

Hierzu braucht es eine Imagekampagne für Herrenalb, weg vom verstaubten Kurort hin zum (Natur-)erlebnisort. Gastronomie und Einzelhandel möchte Popper zu gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen motivieren, die mehr Menschen in die Stadt locken. Einen Gewerbeverein oder „Citiyinitiative“ möchte Popper anstoßen, schließlich hat es so etwas schon einmal in Herrenalb gegeben und in vielen anderen Städten gibt es das auch mit Erfolg. Am Lacherkarrée gibt es einen geeigneten Standort für ein Parkhaus, das dringend benötigt werde.

Das Hotel am Kurpark muss wiederbelebt werden, eine Nutzung als Seniorenheim hält Popper für die wirtschaftlich sinnvollste Lösung – schließlich sei ein wirtschaftlicher Hotelbetrieb aktuell schwer abzubilden und es fehlen vor allem die dafür benötigten Fachkräfte.

Die Klosterschänke des Mönch´s Posthotel müsse betrieben werden; dort sieht Popper großes Potential für eine Gastronomie auf Top-Niveau, möglichst ausgezeichnet mit einem Stern. Darüber könnten Jubiläumsfeiern und Familien- und Firmenevents angezogen werden und damit Nachfrage für Übernachtungen im Posthotel entstehen. Das Walk´sche Haus in Weingarten könnte dafür ein Vorbild sein.

Neben einem Minigolfplatz auf der Schweizer Wiese sieht Popper Bedarf für einen Waldkletterpark. Ein Investor werde sich dafür finden lassen, sobald es einen Standort für den Kletterpark gibt. Hier seien als Standort das obere Gaistal oder das Waldgebiet bei der Neusatzer Pfütz denkbar.

Neue Möglichkeiten für Tagungsgäste möchte Popper schaffen, so z.B. „Walk and Talk“ Tagungen – dabei Wandern die Teilnehmer gemeinsam und halten dabei das Meeting im Gehen, anschließend essen sie gemeinsam und führen danach klärende Gespräche bei einem Bier oder einem Drink.

Es fehlt ein Hüttenkonzept mit Bewirtschaftung in Bad Herrenalb. Eine bewirtschaftete Hütte könnte auch in der Wintersaison zahlreiche Gäste anlocken, z.B. mit einem Skihütten Gaudi Event in den Wintermonaten.

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